Viele Artikel nach Shopify importieren, ohne jeden einzeln abzutippen
Stand: 8. September 2026
Kurze Antwort: Über die Produkt-CSV von Shopify. Du fotografierst deine Ware, Certoro erkennt jedes Produkt und schreibt Titel, Beschreibung und die übrigen Artikeldaten, und auf der Export-Seite lädst du daraus eine fertige Import-Datei im Shopify-Format herunter. Diese Datei spielst du in deinem Shopify-Admin unter Produkte → Importieren selbst ein. Es gibt dabei keine technische Verbindung zwischen Certoro und deinem Shop: Certoro erzeugt die Datei, importiert wird sie von dir.
Diese Seite beschreibt ausschliesslich, was die erzeugte Datei tatsächlich enthält. Was Shopify beim Import daraus macht, entscheidet Shopify – teste deshalb vor einem grossen Katalog immer erst mit zwei bis drei Artikeln.
Warum das Abtippen überhaupt so lange dauert
Ein Shopify-Produkt besteht nicht aus einem Feld, sondern aus einem guten Dutzend: Titel, Beschreibung, Marke, Kategorie, Produktart, Suchbegriffe, Preis, Bestand, Gewicht, Barcode, Bilder, dazu die Texte für Suchmaschinen. Bei fünf Artikeln tippt man das. Bei zweihundert Artikeln – Restposten, Retourenpaletten, ein übernommenes Lager – ist es die Arbeit von Tagen, und der Fehler steckt am Ende in der Zeile, die man nicht mehr geprüft hat.
Shopify sieht für genau diesen Fall den Import über eine Produkt-CSV vor. Das Problem ist selten der Import, sondern die Datei davor: Jemand muss die Spalten füllen. Genau dort setzt Certoro an.
Der Weg in vier Schritten
- 1. Foto hochladen. Ein Bild je Produkt reicht. Die KI erkennt das Produkt am Etikett oder am Aussehen und legt daraus einen Artikel an – mit Titel, Beschreibung, Marke, Kategorie und den Angaben, die sich belegen lassen. Was sie nur schätzt, wird als geschätzt markiert; was sich nicht belegen lässt, bleibt leer statt plausibel erfunden.
- 2. Preis, Menge und Zustand setzen. Diese drei sind keine recherchierbaren Tatsachen, sondern deine Entscheidungen. Preis und Menge gehen in die Shopify-Datei mit; steht kein Preis am Artikel, bleibt die Zelle leer.
- 3. Datei herunterladen. Auf der Export-Seite bestätigst du zuerst, dass du die Produktdaten geprüft hast – ohne diesen Haken bleibt der Export gesperrt. Dann wählst du im Auswahlfeld Shopify und klickst auf Export. Du bekommst eine kommagetrennte CSV mit den offiziellen Shopify-Spaltennamen, entweder für die ausgewählten Artikel oder für alle. Exportiert werden ausschliesslich Artikel deines eigenen Kontos.
- 4. In Shopify importieren. Shopify-Admin → Produkte → Importieren → Datei hochladen. Die Artikel kommen als Entwurf an. Du prüfst Preis, Kategorie und Bilder und veröffentlichst sie selbst.
Der Export selbst kostet keine Tokens – bezahlt wird das Erzeugen der Artikeldaten, nicht das Herunterladen. Du kannst dieselben Artikel also so oft exportieren, wie du willst.
Was in der Datei steht
Die Kopfzeile trägt die dokumentierten Spaltennamen des Shopify-Produktimports. Shopify hat einige davon inzwischen umbenannt, hält die alten Namen aber ausdrücklich weiter kompatibel – der Export benutzt deshalb die alten, weil sie seit Jahren von jedem Werkzeug so geschrieben werden.
- Handle
- Aus dem Titel gebildet, mit den letzten Stellen der Artikelnummer dahinter. Er bleibt für denselben Artikel bei jedem Export gleich, damit zwei Farbvarianten desselben Geräts nicht denselben Handle bekommen.
- Title
- Der erzeugte Artikelname. Artikel ohne Titel überspringt der Export – sie stehen gar nicht erst in der Datei.
- Body (HTML)
- Die Beschreibung als Fliesstext, ohne HTML-Auszeichnung. Hat ein Artikel KI-bearbeitete Bilder, steht der Pflichthinweis dazu in der Beschreibung und geht mit.
- Vendor
- Die erkannte Marke beziehungsweise der Hersteller.
- Product Category
- Bleibt leer. Shopify nimmt hier ausschliesslich einen Eintrag aus seiner eigenen Standard-Produkttaxonomie an – entweder den vollstaendigen Pfad oder die Kategorie-Kennung, exakt geschrieben. Ein anderer Text erzeugt beim Import den Fehler „Not a valid product category“. Deshalb schreibt Certoro dort lieber nichts: Der Artikel kommt als „uncategorized“ an, und du ordnest ihn in Shopify zu. Achtung: Bei einem CSV-Import schlaegt Shopify von sich aus KEINE Kategorie vor – das tut es nur, wenn du einen Artikel von Hand anlegst.
- Type, Tags
- Die Produktart als freier Text (etwa „Standmixer“) und die Suchbegriffe. Diese beiden Spalten sind bewusst formatfrei – hier passt die deutsche Bezeichnung hin.
- Published, Status
- Fest auf FALSE und draft. Die Artikel kommen als Entwurf an.
- Option1 Name, Option1 Value
- Fest auf Title und Default Title: eine einzige Variante je Artikel.
- Variant SKU
- Die Herstellernummer, sonst die Artikelnummer aus Certoro.
- Variant Grams
- Das hinterlegte Gewicht in Gramm. Ohne Gewicht bleibt die Zelle leer.
- Variant Price
- Dein Verkaufspreis mit Punkt als Dezimaltrennzeichen. Steht keiner am Artikel, bleibt die Zelle leer – der Preis ist deine kaufmännische Entscheidung und kein recherchierbarer Wert.
- Variant Inventory Qty
- Die hinterlegte Menge. Fehlt sie, steht 1 in der Datei.
- Variant Inventory Tracker, Policy, Fulfillment Service
- Feste Werte: Bestandsführung durch Shopify, kein Verkauf über den Bestand hinaus, Versand durch dich.
- Variant Requires Shipping, Variant Taxable
- Fest auf TRUE – versandpflichtige, steuerbare Ware.
- Variant Barcode
- Die EAN, sofern sie aus 8 bis 14 Ziffern besteht. Alles andere lässt der Export weg, statt eine ungültige Nummer mitzugeben.
- Image Src, Image Position, Image Alt Text
- Je Bild eine Adresse zum Herunterladen, die Position und der Titel als Bildtext.
- SEO Title, SEO Description
- Die erzeugten Suchmaschinen-Texte, falls vorhanden.
Die Bilder: warum sie eine Frist haben
Eine Tabelle kann keine Dateien enthalten. Shopify lädt die Fotos deshalb selbst von der Adresse herunter, die in der Spalte für das Bild steht. Deine Bilder liegen bei Certoro aber hinter der Anmeldung – einem fremden Abholdienst antworten sie mit einer Fehlermeldung. In der Datei steht darum ein signierter Zeitlink: Er gilt für genau ein Bild und genau dein Konto, und er läuft nach 14 Tagen ab.
Daraus folgt die einzige echte Frist in diesem Ablauf: Importier die Datei innerhalb dieser 14 Tage. Danach läuft der Import zwar weiter durch, aber Shopify legt die Produkte ohne Bilder an – und der Fehler sieht aus wie ein Shopify-Fehler, obwohl er keiner ist. Ist die Frist abgelaufen, exportierst du die Datei einfach neu; die Links werden dabei frisch erzeugt.
Hat ein Produkt mehrere Bilder, stehen sie als zusätzliche Zeilen mit demselben Handle in der Datei – so verlangt es die Shopify-Dokumentation. Mitgegeben werden bis zu 250 Bilder je Artikel. Bilder, die du in der Produktgalerie vom Export ausgeschlossen hast, sind nicht dabei.
Was der Dateiweg nicht kann
Der wichtigste Satz zuerst: Der Import ist ein Stichtag, keine Dauerverbindung. Einen laufenden Abgleich gibt es auf keinem der beiden Wege – auch nicht, wenn du deinen Shop direkt verbindest. Was du danach in Certoro änderst, bemerkt Shopify nicht von allein. Dazu kommen fünf Punkte, die man vorher kennen sollte. Beim Zustand ist der Direktweg die bessere Wahl – alles andere gilt für beide Wege gleichermassen.
- Kein Abgleich nach dem Import. Änderst du später in Certoro einen Preis oder eine Menge, bemerkt Shopify das nicht. Umgekehrt genauso: Was du in Shopify änderst, kommt nicht zurück. Das gilt für beide Wege – über die Direktverbindung überträgst du den Artikel dann einfach erneut, sie erkennt ihn wieder und legt ihn kein zweites Mal an.
- Keine Varianten. Jeder Artikel geht mit einer einzigen Variante in die Datei. Grössen- oder Farbvarianten unter einem gemeinsamen Produkt legst du in Shopify an; über diese Datei entstehen sie nicht.
- Zustand, Einkaufspreis und Metafelder fehlen. Der Zustand steht bewusst nicht in der Datei – Shopify hat dafür kein Standardfeld, und in ein beliebiges anderes geschrieben wäre er ein Fehler. Einkaufspreis, Metafelder, Steuerklassen und Lagerorte gehen ebenfalls nicht mit. Wo du sie brauchst, ergänzt du sie in Shopify. Über die Direktverbindung geht der Zustand dagegen mit – als Tag, als eigenes Feld oder beides, wie du es einstellst.
- Beschreibung ohne Formatierung. Der Text geht als Fliesstext in die Spalte für die Beschreibung, ohne Absatz- oder Listenauszeichnung. Wer gestaltete Produkttexte will, formatiert sie nach dem Import in Shopify.
- Keine gesetzlichen Erklärungen. Angaben nach der EU-Produktsicherheitsverordnung, Impressum, Widerruf, Preisauszeichnung und Registrierungen bei zuständigen Stellen übernimmt Certoro nicht – auch nicht über diese Datei. Die vollständige Abgrenzung steht unter Was Certoro nicht übernimmt.
Bevor du auf Importieren klickst
Die Artikeldaten stammen aus einer KI. Die Erkennung ist gut, aber nicht fehlerfrei: Mengenangaben, Masse, Merkmale und Compliance-Angaben können abweichen. Certoro stellt die Datengrundlage bereit – du verkaufst unter deinem Namen und bleibst für jedes Angebot verantwortlich. Deshalb ist der Export erst nach der ausdrücklichen Bestätigung freigeschaltet, dass du die Daten geprüft hast.
Ein Punkt fällt beim Prüfen erfahrungsgemäss durch: Wurden für ein Produkt Bilder mit KI bearbeitet, steht der gesetzlich vorgeschriebene Hinweis dazu bereits in der Artikelbeschreibung und geht mit dem Export in die Shopify-Datei mit. Lösch ihn nicht heraus – die Offenlegung trifft dich als Verkäufer.
Und weil ein Import viele Zeilen auf einmal anlegt: Fang mit zwei bis drei Artikeln an. Stimmen dort Preis, Bild, Barcode und Kategorie, kannst du den Rest in einem Durchgang schicken.
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Quellen
Die Angaben auf dieser Seite stützen sich auf die folgenden Primärquellen. Zuletzt abgerufen am 21. September 2026.
- Produkte per CSV importieren
Shopify-Hilfe
Das offizielle Shopify-Importformat, das die Certoro-CSV erzeugt.